Für die meisten Hundefreunde wird der Urlaub erst dann schön, wenn das vierbeinige Haushaltsmitglied auch mit dabei ist. In der Praxis stellen sich aber einige Herausforderungen: Mit welchem Transportmittel kommt der Hund am besten zum Urlaubsort? Wie steht es mit Gesundheit und Versicherungsschutz? Und welche Unterkunft akzeptiert Hunde ohne Murren? Hier ein paar nützliche Antworten:

Anreise mit Hund

Wen wundert es: Das eigene Auto ist das beliebteste Verkehrsmittel für die Urlaubsfahrt mit Hund. Der Hund ist ganz dicht bei „seiner Familie“, hat wenig Stress und bekommt auf den regelmäßigen Pausen (alle zwei Stunden) genügend Auslauf. Wichtig und gesetzlich vorgeschrieben ist eine gute Sicherung des Tieres, entweder in einer speziellen Transportbox, in dem per Gitter abgetrennten Kofferraum oder mit einem Hunde-Sicherheitsgurt. Wenn der Kofferraum für das Urlaubsgepäck benötigt wird, ist ein am Brustgeschirr befestigter Gurt die erste Wahl. Keinesfalls darf der Hund ungesichert auf einem Autositz Platz nehmen.

Auch die Urlaubsreise mit der Bahn ist relativ unproblematisch. Sehr kleine Hunde reisen mit der DB sogar gratis, sofern sie die Fahrt in einer Transportbox unter dem Sitz verbringen mögen. Größere Hunde brauchen ein Kinderticket, mit Ausnahme von Assistenzhunden für behinderte bzw. blinde Menschen. Auslauf bekommen die Tiere allerdings nicht, sondern müssen in unmittelbarer Nähe ihres Menschen bleiben, sodass Mitreisende keineswegs gestört werden. Auch Leine und Maulkorb sind für alle Hunde verpflichtend. Gassi-Gehen ist nur bei längeren Zwischenhalten möglich.

Flugreisen mit Hunden erfordern den größten Aufwand und können Mensch wie Tier besonders stressen. Nicht alle Airlines erlauben die Mitnahme mit Hunden. Dort, wo Hunde gestattet sind, sind die Plätze limitiert und unterliegen festen Regeln. Kleinere Hunde bis etwa acht Kilo dürfen mit in die Kabine, müssen aber in einer Transporttasche bleiben. Größere Hunde müssen den Flug im klimatisierten Frachtraum überstehen, und dort in einer speziellen Box. Das akzeptiert nicht jedes Tier ohne Weiteres… Gesundheitlich angeschlagene oder rassebedingt kurzatmige Hunde müssen ganz draußen bleiben.

Die hundefreundliche Unterkunft

Ob Hunde erlaubt sind, hängt ganz vom Betreiber einer Unterkunft ab. Als Faustwert akzeptiert etwa jedes zweite Hotel Hunde, rund ein Drittel der Ferienwohnungen, aber nur wenige der Pensionen. Überall sind (meist moderate) Gebühren üblich. Deutlich die größte Chance auf eine hundefreundliche Unterkunft bieten naturgemäß Campingplätze. Auch hier müssen sich Hundefreunde selbstverständlich an menschliche Regeln halten, zum Beispiel die Leinenpflicht, aber der vergleichsweise naturnahe Urlaub bietet einige Freiheiten.

Sinnvollerweise sollte man sich schon zur Reisebuchung über die Bedingungen vor Ort informieren. Beispielsweise hat die französische Glamping-Plattform (Glamping = „Glamorous“ + „Camping“) Yelloh!Village eine eigene Rubrik für Camping mit Hund eingerichtet. Hier sind immerhin 85 besonders hochwertige Campingplätze mit 4 oder 5 Bewertungssternen aufgelistet (Stand 2026). Zu den besonderen Services, die einige Plätze bieten, gehören sogar Hundeduschen und Freizeitaktivitäten für Mensch und Tier. Für ein besonders hohes Engagement vergibt Yelloh!Village das „Qualidog“-Zertifikat an angeschlossene Campingplätze.

Was ist bei der Urlaubsplanung noch zu beachten?

Gesetzlich vorgeschrieben in der gesamten Europäischen Union ist der sogenannte EU-Heimtierausweis. Im Zusammenspiel mit einem Mikrochip identifiziert er jedes einzelne Tier und dient insbesondere als Impfnachweis. Einige Staaten haben darüber hinausgehende, strenge Einreisebestimmungen für Hunde, über die man sich unbedingt informieren sollte. Wie für die menschlichen Urlauber werden auch für Hunde spezielle Kranken- und Haftpflichtversicherungen angeboten, die auch im Ausland gelten. Ob diese sinnvoll sind, ergibt eine Risiko-Abwägung – denn unsere Vierbeiner sind so unterschiedlich wie wir selbst und freuen sich mit uns gemeinsam auf einen unbeschwerten Urlaub.